

Geschichte
In der Hochblüte der Theaterzeit um die Jahrhundertwende, als es noch die Aufgabe der Polizei war, die Brandschutzüberwachung in
öffentlichen Räumen bei Veranstaltungen zu übernehmen, war bekannt, dass man das Klangklima eines Raumes durch lose
hängende Vorhänge nach Bedarf regulieren konnte. Besser gesagt, konnte man den Schall damit so beeinflussen, dass im Theater
auch dort noch Frequenzen zu hören waren, an denen kaum noch hörbare Töne vernommen werden konnten, die zu einer
gelungenen Vorstellung nötig gewesen wären. Die italienischen Baumeister waren seinerzeit die weltbesten Akustiker. Opernhäuser,
in denen mit Einsatz von textilen Gewerken die allerhöchsten Ansprüche erfüllt werden konnten.
Hier spielte bewusst das erste mal der Vorhang im wahrsten Sinne eine wichtige (Bühnen-) rolle.
Die Bedeutung des textilen Behanges und sein erfolgreicher Weg scheint auch in der Zukunft Geschichte zu schreiben; denn
wiederum sind es die bauphysikalischen Eigenschaften von Raumtextilien, wie z.B. Ihre klimatisierende oder schallausgleichende
Funktion, die unbestritten sind.
Aber auch die Gestaltungskriterien eines Vorhanges dürfen nicht unberücksichtigt bleiben, denn diese sollen der modernen
Architektur ein Leitbild sein.
Auch wenn die haptischen Eigenschaften den Stoff erst zum Sprechen bringen sind die Zusatznutzen ebenso von aller größter
Bedeutung.
So ist es doch die vorrangige Aufgabe, die Nutzen und textilen Gewebesprachen in Einklang zu bringen und in ein Ganzes, der
Gesamtplanung sich gegenseitig respektierendes Werk zusammen zu führen.