

Eine Lichtquelle sendet Energiestrahlen aus, diese fallen auf Materie und werden zum Teil absorbiert. Die reflektierten Lichtstrahlen gelangen als Farbreiz ins Auge und werden auf die Netzhaut projiziert. Organeigene Energieimpulse werden über die Nervenbahnen ins Gehirn geleitet. Dort entsteht die eigentliche Farbempfindung. Ein Farbreiz entsteht dann, wenn sich das Licht einer natürlichen oder künstlichen Lichtquelle an einem Gegenstand oder an Staubteilchen bricht. Dabei werden die auffallenden Lichtstrahlen je nach der Beschaffenheit der Materie unterschiedlich absorbiert oder reflektiert. Das heißt, es werden aus dem Farbspektrum des Lichts Teile herausgefiltert, während die Reststrahlung als Farbreiz in unser Auge gelangt.
Entsprechend der spektralen Zusammensetzung des Lichts, das auf einen Gegenstand fällt, ändert sich auch die spektrale Zusammensetzung des Farbreizes. Trifft z. B. das Gesamtlicht auf eine blaue Fläche, so werden alle Spektralanteile des Lichts, außer dem blauen absorbiert und lediglich das Blau reflektiert. Das heißt, die farbige Erscheinung von Gegenständen ist auch immer abhängig von der Lichtart, z. B. von Tageslicht oder verschiedenen künstlichen Lichtarten. Farben verändern sich durch unterschiedliche Lichtqualität. Farbe als Empfindung gehört nicht allein der Fläche an, sondern vor allem dem Raum.